Heimatschutz und Reserve – eine Bestandsaufnahme

Heimatschutz und Reserve – eine Bestandsaufnahme

Von Eberhard Grein

Aktueller hätte das Thema des DialogForum Sicherheitspolitik nicht sein können, und auch in diesem Jahr hatten zahlreiche prominente Gäste den Weg ins Hotel Bayerischer Hof nach München gefunden. Auf der Agenda standen der Heimatschutz und die Reserve in Deutschland mit namhaften Referenten in einer Talkrunde. Aber auch kompetente Vertreter aus dem Ausland nahmen hieran teil, die die Diskussion bereicherten.

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Professor Dr. Eberhard Grein

Begrüßte die Gäste des DialogForum Sicherheitspolitik (DFS) 2014 im Hotel Bayerischer Hof in München: Professor Dr. Eberhard Grein, Leiter des DFS.

Besser hätte die Runde der diesjährigen Veranstaltung nicht besetzt sein können: mit Staatssekretär Johannes Hintersberger, Vorsitzender des Parlamentskreises Wehrpolitik der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, dem Kommandeur des Landeskommando Bayern, Brigadegeneral Helmut Dotzler sowie Divisonär a.D. Hans Ulrich Solenthaler, St. Gallen, und Brigadier Thomas Starlinger vom Multinationalen Kommando Operative Führung, Ulm, diskutierten zu aktuellen Fragen des Heimatschutzes Fachleute mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten. Professionell moderiert wurde die Talkrunde von Marco Seliger, Chefredakteur des sicherheitspolitischen Magazins „loyal“, zugleich Korrespondent der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Zivil-militärische Zusammenarbeit angeschoben

„Heimatschutz und Reserve ist ein Thema, das mich schon seit Langem beschäftigt“, waren die ersten Worte des Bayerischen Staatsministers des Innern bei seinem Einführungsvortrag. Zwar bleibe die äußere Sicherheit die Kernaufgabe der Bundeswehr, jedoch bilde der immer weiter zu entwickelnde Zivil- und Katastrophenschutz, in dem in Bayern insgesamt 470 000 Männer und Frauen ihren Dienst täten, äußerst wichtig. Gerne, so Herrmann weiter, habe er vor ein paar Jahren „mit anderen mit angeschoben“, damit es in der zivil-militärischen Zusammenarbeit, bei der die Bundeswehr im Rahmen der subsidiär zu übernehmenden Aufgaben eine wichtige Rolle spiele, vorangehe. „Und wir sind dankbar, wenn wir die Hilfeleistung der Bundeswehr in Krisensituationen erhalten“, so der Minister abschließend.

Forderung eines Freiwilligenjahres

Joachim Herrmann

Hielt den Einführungsvortrag: der Bayerische Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann.

In der Talkrunde reichten die Diskussionen von allgemeinen Themen des Heimatschutzes, dem Modell der Regionalstäbe mit den RSU-Kompanien über die Aufgaben der Kreis- und Bezirkskommandos im Zusammenhang mit der Unterstützung bei Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen bis hin zum Heimatschutz in Österreich und der Schweiz, so zum Beispiel der Schilderung einer Übung zur Sicherung des Flughafens Zürich, wozu 5 500 Reservisten benötigt wurden. Aber auch die Forderung eines Freiwilligenjahres aus dem Bereich der Politik, die große Resonanz fand, gehörte dazu.

Akzeptanz der Streitkräfte stärken

DFS 2015

Eine überaus interessante Diskussion in der Talkrunde sowie die Beantwortung von Fragen aus dem Auditorium gehörte auch in diesem Jahr zu Veranstaltung.

Einig waren sich alle Teilnehmer der Talkrunde, dass die subsidiären Hilfsmöglichkeiten der Streitkräfte weiter verbessert und ausgebaut werden müssen. Vor allem komme es in Zukunft darauf an, das Ansehen und die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu stärken. Wunder Punkt sei vielfach noch die Verfügbarkeit der beteiligten Soldaten, die für Übungen und Einsätze jedoch dringend gewährleistet sein müsse. Hier gelte es, die Betroffenen gegenüber ihren Arbeitgebern zu unterstützen.

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Aufzeichnung des DialogForum Sicherheitspolitk 2014

Teil 1 – Begrüßung

Teil 2 – Diskussion

Teil 3 – Anschließende Diskussionsrunde