SWP-Studie: Das Rahmennationen-Konzept

Ein neuer Beitrag von Claudia Major und Christian Mölling von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin

 

Das Rahmennationen-Konzept

Deutschlands Beitrag, damit Europa verteidigungsfähig bleibt

 

Mit dem Rahmennationen-Konzept, das es 2013 in der Nato vorgestellt hat, will Deutschland das Thema Verteidigungskooperation unter den europäischen Nato-Staaten wieder in den Fokus rücken. Der Aufbau multinationaler Verbände soll die Durchhaltefähigkeit erhöhen und helfen, militärische Schlüsselfähigkeiten zu erhalten. Die Idee ist, dass kleinere Armeen ihre wenigen verbliebenen Fähigkeiten an eine große Rahmennation andocken, die das organisatorische Rückgrat bildet. Politisch stellt das Konzept einen Beitrag zur transatlantischen Lastenteilung dar. Deutschland muss nun als Initiator dieses Plans nicht nur zeigen, dass sich damit die bekannten Probleme der Verteidigungskooperation überwinden lassen. Es muss vor allem die Skepsis jener Partner abbauen, die an Berlins Zuverlässigkeit als militärischer Partner zweifeln.

 

The Framework Nations Concept

Germany’s Contribution to a Capable European Defence

 

With the Framework Nations Concept, which it introduced to NATO in 2013, Germany attempted to bring the topic of defence cooperation among NATO countries once more to the foreground. The development of multinational units would, in theory, increase sustainability and help preserve military key capabilities. Smaller armies could plug their remaining capabilities into an organizational backbone provided by a larger, “framework” nation. Politically, the concept represents a step towards transatlantic burden sharing. As the initiator of the concept, Germany must now not only show that the well understood obstacles to defence cooperation can be overcome; it must above all else reduce scepticism among those who would like to cooperate, but doubt Berlin’s reliability as a military partner.

SPON – Attraktivere Bundeswehr

„Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen muss bei einem zentralen Vorhaben ihrer Amtszeit zunächst ohne zusätzliches Geld von Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) auskommen. Von der Leyen muss die Kosten eines Maßnahmenpakets, mit dem sie die Attraktivität der Bundeswehr erhöhen will, durch Umschichtungen im Verteidigungshaushalt bestreiten.“

 

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Schön billig über Umwege

Zeit-Online: Pazifismus für alle

Zeit-Online mit einer Analyse der aktuellen deutschen Außenpolitik.

„Die Bundeswehr ist stahlgewordener Pazifismus. Wer wollte glauben, dass es sich beim Zusammentreffen von politischem Unwillen und technischem Unvermögen um einen bloßen Zufall handelt.“

Pazifismus für alle